Steckdose: Maße und Einbauhöhen im Überblick

Veröffentlicht am 30.09.2026 · Lesezeit 6 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Die Steckdose sitzt im Wohnraum meist 30 Zentimeter über dem Boden, in der Küche über der Arbeitsplatte auf 115 Zentimetern und neben der Tür auf 105 Zentimetern. Die Unterputzdose selbst misst 60 Millimeter im Durchmesser. Diese Werte stammen aus der Norm DIN 18015-3 und gelten als Planungsstandard.

Kurzantwort: Steckdosen sitzen im Wohnraum auf 30 cm, über der Küchenarbeitsplatte auf 115 cm und neben Türen auf 105 cm Höhe. Die Unterputzdose hat 60 mm Durchmesser.

Das Wichtigste in Kürze

  • Waagerechte Installationszone: 15 bis 45 cm über dem Boden
  • Küche: Zone von 100 bis 130 cm, Vorzugshöhe 115 cm
  • Abstand zu Ecken und Fenstern: Zone 10 bis 30 cm, Vorzug 15 cm
  • Gerätedose: 60 mm Bohrung, 71 mm Mittenabstand

Steckdose Maße im Überblick

Die Maße einer Steckdose lassen sich in zwei Gruppen teilen. Die erste Gruppe beschreibt, wo die Dose an der Wand sitzt. Die zweite Gruppe betrifft die Bauteile selbst, also Dose, Rahmen und Stecker. Beide Gruppen sollten vor dem Putzen und Fliesen feststehen.

Wer neu baut oder saniert, plant die Höhen zuerst auf dem Papier. Ein Installationsplan hilft dabei. Wie Symbole im Plan gelesen werden, zeigt der Beitrag zu den Elektro-Symbolen im Installationsplan.

Bereich Höhe über Fertigfußboden
Wohnräume, Standard 30 cm (Zone 15 bis 45 cm)
Neben Türen, Griffhöhe 105 cm (oberste Dose)
Küche, über der Arbeitsfläche 115 cm (Zone 100 bis 130 cm)
Obere Zone unter der Decke 15 bis 45 cm unter der Decke
Barrierefrei (übliche Planung) etwa 85 cm

Einbauhöhe der Steckdose nach DIN 18015-3

Die Norm DIN 18015 regelt die Elektroinstallation in Wohngebäuden. Teil 3 beschreibt die Leitungsführung und die Anordnung der Betriebsmittel. Waagerechte Leitungen sollen in einer Zone von 15 bis 45 Zentimetern über dem fertigen Fußboden verlaufen. Dasselbe Maß gilt unter der Decke.

Steckdosen und Verteilerdosen sitzen vorzugsweise in der Mitte dieser Zone. Das ergibt die bekannte Höhe von 30 Zentimetern. Der Grund ist einfach: Handwerker und Heimwerker wissen dann, wo Leitungen liegen. Wer ein Loch bohrt, trifft seltener ein Kabel.

Abstand der Steckdose zu Ecken, Türen und Fenstern

Auch senkrechte Leitungen haben feste Zonen. Sie verlaufen 10 bis 30 Zentimeter neben Rohbaukanten und Rohbauecken. Dasselbe gilt neben Fenstern und an der Griffseite von Türen. Steckdosen und Schalter sitzen dort vorzugsweise 15 Zentimeter von der Kante entfernt.

Über Türen muss ein Mindestabstand von 10 Zentimetern bleiben. In niedrigen Räumen wird die Zone dadurch schmaler. Überschneidet sich eine Tür- oder Fensteröffnung mit einer Zone, entfällt die Zone an dieser Stelle.

Kurzantwort: Neben Ecken, Fenstern und Türgriffen liegt die Zone 10 bis 30 cm von der Kante entfernt. Steckdosen sitzen dort am besten 15 cm neben der Kante.

Steckdosenhöhe in der Küche

In Küchen, Hobby- und Arbeitsräumen steht meist eine Arbeitsplatte vor der Wand. Dafür sieht die Norm eine mittlere Zone von 100 bis 130 Zentimetern vor. Die Vorzugshöhe für Schalter und Steckdosen beträgt 115 Zentimeter.

Bis 2007 lag diese Zone bei 90 bis 120 Zentimetern. In älteren Küchen sitzen Steckdosen deshalb oft etwas tiefer. Das entsprach dem damaligen Stand.

Wichtig ist die Position im Verhältnis zur Küchenzeile. Die Dose gehört über die fertige Arbeitsplatte, mit genug Luft für Stecker und Kabel.

Maße der Unterputzdose und des Rahmens

Die Gerätedose, auch Schalterdose genannt, sitzt in der Wand. In Massivwänden misst die Bohrung üblicherweise 60 Millimeter im Durchmesser. Die Tiefe liegt je nach Modell bei etwa 40 bis 60 Millimetern. Tiefe Dosen bieten mehr Platz für Klemmen und Leitungen.

Mehrere Dosen nebeneinander haben einen Mittenabstand von meist 71 Millimetern. Genau dieses Maß passt zu den Rahmen der gängigen Schalterprogramme. Ein Rahmen für zwei Steckdosen deckt dann beide Dosen ohne Spalt ab.

Für Bohrungen in Beton oder Mauerwerk braucht es passendes Werkzeug. Welche Bohrer und Dübel sich eignen, steht im Beitrag zum Dübel-Bohrer.

In Trockenbauwänden kommen Hohlwanddosen zum Einsatz. Sie klemmen sich mit Spreizkrallen in der Platte fest. Die Wandtiefe begrenzt dabei die Dosentiefe. In Feuchträumen sollte der Trockenbau passend ausgeführt sein, wie es der Ratgeber zur Feuchtraum-Rigipsplatte erklärt.

Maße des Schuko-Steckers und der Steckdose

Die Schutzkontakt-Steckdose, kurz Schuko, ist in Deutschland der Standard. Der Stecker hat zwei runde Kontaktstifte mit 4,8 Millimetern Durchmesser. Die Stifte sind 19 Millimeter lang und haben 19 Millimeter Achsenabstand. Der Schutzkontakt sitzt seitlich an der Steckerseite.

Die Steckdose selbst ist meist quadratisch. Die Abdeckung misst bei vielen Programmen rund 55 Millimeter, der Rahmen etwa 80 Millimeter. Die Werte unterscheiden sich je nach Serie. Deshalb sollte bei Neukauf eine Serie durchgängig gewählt werden.

Steckdosen im Bad und Schutzbereiche

Im Bad gelten strengere Regeln. Rund um Wanne und Dusche liegen Schutzbereiche. Bei Duschen ohne Wanne gilt ein Radius von 120 Zentimetern um den Duschkopf als Schutzbereich 1. Dort dürfen nur Leitungen liegen, die die dort vorhandenen Geräte versorgen.

Wer sein Bad plant, bezieht die Steckdosen früh ein. Ideen für Grundrisse und Aufteilung zeigt der Beitrag mit Beispielen zur Badplanung. Arbeiten im Bad gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.

Steckdosenhöhe barrierefrei planen

Steckdosen in der unteren Zone bis 45 Zentimeter sind für Rollstuhlfahrer oft schlecht zu erreichen. Barrierefreie Planungen setzen sie deshalb höher. Üblich sind etwa 85 Zentimeter für Steckdosen und Schalter. Für Senioren bringt das ebenfalls Vorteile, weil sich niemand bücken muss.

Fazit

Die Maße der Steckdose folgen klaren Werten. Im Wohnraum sind es 30 Zentimeter über dem Boden, in der Küche 115 Zentimeter und neben Türen 105 Zentimeter. Die Gerätedose misst 60 Millimeter im Durchmesser, der Mittenabstand beträgt meist 71 Millimeter. Wer diese Werte kennt, plant Küche, Wohnzimmer und Bad sauber. Arbeiten an der Elektroinstallation gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.

FAQ – Häufige Fragen

Wie hoch ist die normale Steckdosenhöhe im Wohnzimmer?

Üblich sind 30 Zentimeter über dem fertigen Boden. Die Norm erlaubt Steckdosen im Bereich von 15 bis 45 Zentimetern, Vorzugsmaß ist die Mitte der Zone.

Wie hoch werden Steckdosen in der Küche montiert?

Über der Arbeitsplatte gilt 115 Zentimeter als Vorzugshöhe. Die zugehörige Zone reicht von 100 bis 130 Zentimetern über dem Fußboden.

Wie hoch sitzen Schalter neben der Tür?

Die oberste Steckdose oder der oberste Schalter sitzt mittig auf 105 Zentimetern. Diese Höhe gilt in Griffhöhe, etwa neben Türen.

Wie weit muss eine Steckdose von der Zimmerecke entfernt sein?

Die senkrechte Zone liegt 10 bis 30 Zentimeter neben Ecken, Fenstern und der Griffseite von Türen. Vorzugsweise sitzt die Dose 15 Zentimeter von der Kante entfernt.

Welchen Durchmesser hat eine Unterputzdose?

Gängige Gerätedosen haben einen Bohrlochdurchmesser von 60 Millimetern. Die Einbautiefe beträgt je nach Modell etwa 40 bis 60 Millimeter.

Wie groß ist der Abstand zwischen zwei Unterputzdosen?

Bei Kombinationen gilt meist ein Mittenabstand von 71 Millimetern. Damit passen Mehrfachrahmen ohne Spalt auf die Dosen.

Wie tief liegen Leitungen in der Wand?

Innerhalb der Installationszonen verlaufen Leitungen bis 6 Zentimeter unter der fertigen Oberfläche. Wer davon abweicht, muss Leitungen tiefer verlegen oder geschützt führen.

Wie hoch gehören Steckdosen für Rollstuhlfahrer?

Barrierefreie Planungen setzen Steckdosen meist auf etwa 85 Zentimeter. Steckdosen in der unteren Zone bis 45 Zentimeter sind für Rollstuhlfahrer oft schlecht zu erreichen.

Darf ich Steckdosen im Bad selbst setzen?

Im Bad gelten Schutzbereiche rund um Wanne und Dusche. Dort sollte eine Elektrofachkraft arbeiten, denn Fehler bringen Lebensgefahr.

Welche Maße hat der Stecker einer Schuko-Steckdose?

Die Kontaktstifte des Schuko-Steckers messen 4,8 Millimeter im Durchmesser und 19 Millimeter in der Länge. Der Achsenabstand beträgt 19 Millimeter.

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Quellen

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