Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Die gängigsten Türzargen Maße im Wohnungsbau richten sich nach der Norm DIN 18101. Ein Standard-Türblatt misst 860 mm mal 1985 mm. Die Zarge lässt innen rund 819 mm Durchgangsbreite frei, und die Maueröffnung im Rohbau liegt bei etwa 875 bis 885 mm Breite.
Kurzantwort: Für eine Innentür im Standardformat braucht die Wand eine Öffnung von rund 875 mm Breite und 2010 mm Höhe. Die Zarge passt dann zu einem Türblatt mit 860 mm mal 1985 mm.
Das Wichtigste in Kürze
- Standardtür: 860 mm mal 1985 mm (Türblatt)
- Maueröffnung: 875 mm Baurichtmaß, in der Praxis rund 885 mm
- Luftspalt Blatt zu Zarge: 5 bis 9 mm gesamt
- Seit 2014 gilt ein Rastermaß in 125-mm-Schritten
Türzargen Maße nach DIN 18101 im Überblick
Die DIN 18101 legt fest, wie groß Türblätter und Zargen im Wohnungsbau sein dürfen. Sie ist eine Fertigungsnorm. Das bedeutet, dass Türen und Zargen verschiedener Hersteller zueinander passen sollen. Die dazugehörigen Wandöffnungen regelt die DIN 18100.
Die Ausgabe von 1985 definierte für gefälzte, einflügelige Türblätter eine einheitliche Höhe von 1985 mm. Das Nennmaß beträgt 2010 mm. Dazu kamen fünf Breiten. Die häufigste Kombination für Innentüren ist bis heute 860 mm mal 1985 mm.
Die fünf klassischen Türblattbreiten in der Tabelle
Die alte Norm kennt fünf Breiten. Alle gelten für die einheitliche Höhe von 1985 mm. Sehr schmale Blätter mit 610 mm findet man oft bei Abstellräumen oder Gäste-WCs. Breite Blätter mit 985 mm oder 1110 mm dienen dem barrierearmen Wohnen.
| Türblattbreite | Höhe Türblatt | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| 610 mm | 1985 mm | Abstellraum, kleines WC |
| 735 mm | 1985 mm | Bad, Nebenräume |
| 860 mm | 1985 mm | Standard für Wohnräume |
| 985 mm | 1985 mm | Breiter Durchgang |
| 1110 mm | 1985 mm | Sehr breit, große Räume |
Für die Breite 1110 mm gab es zusätzlich ein vergrößertes Blatt mit einer Höhe von 2110 mm. Sie braucht eine höhere Maueröffnung.
Zargenmaße und Maueröffnung: Von 860 mm zu 885 mm
Aus einem Türblatt von 860 mm Breite leiten sich mehrere Maße ab. Die folgende Tabelle zeigt die Werte für die Standardtür.
| Maß | Breite |
|---|---|
| Zargendurchgangsmaß (lichte Breite) | 819 mm |
| Zargenfalzmaß | 841 mm |
| Türblatt außen (bei Überstand gefälzter Türen) | 860 mm |
| Baurichtmaß der Maueröffnung (DIN 18100) | 875 mm |
| Praxismaß der Maueröffnung für Normzargen | 885 mm |
Bei der Höhe gilt Ähnliches. Das Türblatt ist außen 1985 mm hoch. Innen bleibt an der Zarge ein Durchgang von etwa 1972 mm. Für die hohe Variante nennt die Fachliteratur außen 2110 mm und innen 2097 mm.
Was sich 2014 geändert hat: Das Rastermaß
Die Neufassung der DIN 18101 von 2014 ersetzt die fünf festen Größen durch ein Raster. Breite und Höhe lassen sich unabhängig voneinander in Schritten von 125 mm wählen. Der Rasterbereich für die Breite reicht von 485 mm bis 1360 mm. Die Höhe liegt zwischen 1610 mm und 2735 mm.
Das gibt mehr Spielraum bei Sonderlösungen, etwa bei raumhohen Türen. Das Standardmaß bleibt im Handel am leichtesten erhältlich.
Kurzantwort: Seit 2014 sind Türmaße in 125-mm-Schritten wählbar, die Breite von 485 mm bis 1360 mm und die Höhe von 1610 mm bis 2735 mm. Der Klassiker 860 mm mal 1985 mm bleibt am gängigsten.
Zargenarten und ihr Einfluss auf das Maß
Eine Türzarge ist der feste Rahmen in der Wandöffnung. Sie trägt das Türblatt und schließt die Laibung ab. Es gibt mehrere Bauformen, und jede wirkt sich auf die nötige Wandstärke aus.
- Blockzarge: massive, stabile Ausführung, oft aus Holz
- Umfassungszarge: umfasst die Wand beidseitig und deckt den Übergang zum Putz ab
- Stahlzarge: heute weit verbreitet, robust und schmal
- Blendrahmenzarge: sitzt auf der Wandseite und kaschiert kleine Unebenheiten
Die Zarge muss zur Wandstärke passen. Diese setzt sich aus Mauerwerk und Putz zusammen. Wer Wände neu verputzt, findet Hinweise im Ratgeber zum Wandputz. Beim Einbau im Altbau spielt außerdem der Bodenaufbau eine Rolle, wie der Beitrag zum Fußbodenaufbau im Altbau zeigt.
Türzargen ausmessen und bestellen: Schritt für Schritt
- Türblattbreite und Türblatthöhe an mehreren Stellen messen.
- Das Falzmaß der Zarge am Anschlag prüfen.
- Wandstärke samt Putz an der Öffnung bestimmen.
- Den Anschlag festlegen: links oder rechts (DIN links oder DIN rechts).
- Die Höhe des fertigen Bodenbelags einplanen.
Alte Öffnungen sind selten exakt rechtwinklig. Zwischen Türblatt und Zarge bleibt nach den Toleranzen der Norm ein Luftspalt von zusammen mindestens 5 mm und höchstens 9 mm. Ein einzelner Spalt darf zwischen 2,5 mm und 6,5 mm liegen.
Klemmt die Tür nach dem Einbau, liegt die Ursache oft in einer schiefen Zarge oder im Bodenbelag. Tipps dazu bietet der Beitrag Tür klemmt.
Maueröffnung im Bestand verändern
Wer eine Tür verbreitern oder neu setzen will, greift in die Wand ein. Vorher muss klar sein, ob die Wand trägt. Bei tragenden Wänden braucht es einen Sturz, und oft ist Fachplanung nötig. Die Beiträge zu tragenden Wänden erkennen und zur Frage, wie man eine tragende Wand entfernt, geben eine erste Orientierung.
Für Rohbaumaße verweist die Fachliteratur auf die DIN 18202 mit ihren Toleranzen im Hochbau. Kleine Abweichungen der Öffnung lassen sich beim Einbau mit Montageschaum und Keilen ausgleichen. Größere Abweichungen erfordern Nacharbeit am Mauerwerk.
Fazit
Die Türzargen Maße im Wohnungsbau folgen klaren Normen. Das Standardblatt mit 860 mm mal 1985 mm passt in eine Öffnung von etwa 875 bis 885 mm Breite. Wer die Unterschiede zwischen Türblatt, Zarge und Rohbauöffnung kennt, bestellt sicher und vermeidet teure Fehlkäufe. Im Altbau lohnt sich zusätzliches Nachmessen.
FAQ – Häufige Fragen
Welche Türzargen Maße sind bei Innentüren üblich?
Am häufigsten passt ein Türblatt mit 860 mm mal 1985 mm. Die Zarge dazu hat ein Durchgangsmaß von rund 819 mm Breite. Die Maueröffnung misst nach Baurichtmaß 875 mm.
Was bedeutet Baurichtmaß bei Türen?
Das Baurichtmaß ist das Sollmaß der Maueröffnung im Rohbau. Nach DIN 18100 liegt es bei 875 mm Breite für die Standardtür. Es enthält Spielraum für Zarge und Montage.
Wie breit ist eine Zarge für eine 860er Tür?
Das Türblatt ist 860 mm breit. Die Zarge bietet innen etwa 819 mm Durchgang und ein Falzmaß von rund 841 mm. Die Rohbauöffnung sollte in der Praxis etwa 885 mm messen.
Welche Höhe hat eine normale Türzarge?
Die Normhöhe des Türblatts beträgt 1985 mm. Die Zarge erreicht innen etwa 1972 mm Durchgangshöhe. Das Nennmaß der Öffnung liegt bei 2010 mm.
Gibt es höhere Türen als 1985 mm?
Ja. Die alte DIN 18101 kannte ein vergrößertes Türblatt mit 1110 mm mal 2110 mm. Die Neufassung von 2014 erlaubt Höhen zwischen 1610 mm und 2735 mm in Schritten von 125 mm.
Wie viel Spalt darf zwischen Blatt und Zarge bleiben?
Links und rechts zusammen sind mindestens 5 mm und höchstens 9 mm vorgesehen. Ein einzelner Spalt liegt zwischen 2,5 mm und 6,5 mm.
Wie messe ich eine vorhandene Zarge richtig aus?
Gemessen wird die Breite und Höhe des Türblatts sowie das Falzmaß der Zarge. Dazu kommt die Wandstärke inklusive Putz. Mehrere Messpunkte zeigen, ob die Öffnung schief ist.
Passt jede Zarge zu jedem Türblatt?
Die DIN 18101 sorgt dafür, dass Türen und Zargen verschiedener Hersteller zusammenpassen. Bei Altbauten oder Sondermaßen fehlt diese Sicherheit häufig.
Welche Zargenart eignet sich für den Altbau?
Häufig kommen Blockzargen, Umfassungszargen oder Stahlzargen zum Einsatz. Die Wahl hängt von Wandstärke, Untergrund und Optik ab. Eine Blendrahmenzarge deckt Unebenheiten im Mauerwerk besser ab.
Was ändert sich durch den Bodenbelag am Türmaß?
Ein neuer Belag hebt den Boden an. Dadurch verringert sich die Höhe unter dem Türblatt. Die Tür kann dann schleifen. Dann hilft ein Kürzen des Blattes oder ein Versetzen der Zarge.
Quellen
Bella schreibt hier über Haus, Bauen und Wohnen. Sie mag Fragen, auf die man abends noch schnell eine Antwort braucht, und schreibt sie so auf, dass man sie beim ersten Lesen versteht. Quellen stehen unter jedem Beitrag.





