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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Die Förderung einer Solaranlage besteht 2026 aus vier Bausteinen: Einspeisevergütung nach dem EEG, 0 Prozent Mehrwertsteuer beim Kauf, der KfW-Kredit 270 und die Steuerfreiheit der Erträge. Direkte Bundeszuschüsse für private Photovoltaik gibt es nicht. Einzelne Länder und Kommunen zahlen aber eigene Zuschüsse.
Das Wichtigste in Kürze
- Einspeisevergütung ab 1. August 2026: 7,70 Cent je kWh bis 10 kW bei Teileinspeisung.
- Kauf und Montage auf Wohngebäuden sind von der Umsatzsteuer befreit.
- Die KfW finanziert bis zu 100 Prozent der Kosten über den Kredit 270.
- Den Antrag für den Kredit stellt man vor Baubeginn über die Hausbank.
Einspeisevergütung: die Förderung nach EEG
Wer Solarstrom ins Netz einspeist, bekommt eine feste Vergütung. Sie gilt 20 Jahre lang zu dem Satz, der beim Start der Anlage gilt. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die aktuellen Werte. Für Anlagen auf Gebäuden mit Inbetriebnahme ab dem 1. August 2026 gelten diese Sätze:
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kW | 7,70 ct/kWh | 12,22 ct/kWh |
| 10 bis 40 kW | 6,66 ct/kWh | 10,24 ct/kWh |
Bei Teileinspeisung nutzt der Haushalt einen Teil des Stroms selbst. Nur der Überschuss fließt ins Netz. Bei Volleinspeisung geht jede Kilowattstunde ins Netz. Die Sätze sinken in regelmäßigen Abständen leicht. Ein früher Start sichert deshalb den höheren Wert. Wie viele Module für eine Kilowatt-Leistung nötig sind, erklärt der Beitrag Wie viele Solarmodule für 1 kW?.
Kurzantwort: Für eine neue Dachanlage bis 10 kW mit Eigenverbrauch gibt es ab August 2026 7,70 Cent je eingespeister Kilowattstunde, garantiert für 20 Jahre.
Nullsteuersatz: 19 Prozent sparen
Seit dem 1. Januar 2023 fällt beim Kauf einer Photovoltaikanlage keine Umsatzsteuer an. Das Bundesfinanzministerium nennt Module, Wechselrichter und Batteriespeicher als begünstigt. Voraussetzung ist eine Anlage auf oder an einem Wohngebäude. Die Regel ist unbefristet. Wartung und Garantieleistungen kosten weiterhin 19 Prozent.
Ein Beispiel: Bei einem Nettopreis von 20.000 Euro entfallen 3.800 Euro Umsatzsteuer. Das ist für die meisten Haushalte der größte Förderbaustein. Auch Erweiterungen älterer Anlagen profitieren, wenn sie nach dem Stichtag fertig werden.
KfW-Kredit 270 für Photovoltaik
Die KfW fördert Solaranlagen mit dem Programm „Erneuerbare Energien – Standard“. Laut KfW gelten diese Eckdaten:
- Finanzierung von bis zu 100 Prozent der Investitionskosten
- Laufzeiten von bis zu 30 Jahren
- bis zu 5 tilgungsfreie Anlaufjahre, je nach Variante
- gefördert werden Photovoltaik und Batteriespeicher
- Privatpersonen sind berechtigt, wenn sie Strom einspeisen
Der Zinssatz folgt dem Kapitalmarkt und ändert sich laufend. Der Antrag läuft über die Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner. Wichtig ist die Reihenfolge: erst Kreditantrag, dann Auftrag an den Installateur.
Steuerfreiheit der Erträge
Einnahmen aus kleinen Anlagen sind von der Einkommensteuer befreit. Die Grenze liegt bei 30 kW je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt 100 kW pro Person. Eine Gewinnermittlung für das Finanzamt entfällt damit für typische Einfamilienhäuser. Zusammen mit dem Nullsteuersatz spart das viel Papierkram.
Zuschüsse von Ländern und Kommunen
Einige Bundesländer, Städte und Stadtwerke fördern Photovoltaik, Speicher oder Balkonkraftwerke mit eigenen Zuschüssen. Die Programme ändern sich oft und haben begrenzte Budgets. Die Förderdatenbank des Bundes und die Internetseite der eigenen Gemeinde zeigen, was vor Ort gilt. Auch hier gilt meist: Antrag vor dem Kauf.
Kurzantwort: Einen bundesweiten Zuschuss für private Solaranlagen gibt es 2026 nicht. Zuschüsse kommen nur von Ländern, Kommunen oder Stadtwerken.
Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus
Die folgende Rechnung nutzt Annahmen und zeigt nur die Größenordnung. Eine Anlage mit 10 kW erzeugt im Jahr rund 9.500 kWh. Der Haushalt verbraucht 30 Prozent davon selbst. Die übrigen 6.650 kWh fließen ins Netz. Bei 7,70 Cent ergibt das rund 512 Euro Vergütung im Jahr. Der größere Vorteil liegt im Eigenverbrauch, denn jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom. Wie hoch der eigene Bedarf ist, zeigt der Beitrag zum Stromverbrauch eines Zwei-Personen-Haushalts.
Diese Pflichten gelten seit dem Solarspitzengesetz
Seit 2025 gelten für neue Anlagen strengere Regeln. Ohne intelligentes Messsystem mit Steuerbox dürfen sie nur 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen. Bei negativen Strompreisen an der Börse entfällt die Vergütung. Die ausgefallene Zeit wird am Ende der 20 Jahre angehängt. Außerdem muss jede Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur stehen.
Die richtige Reihenfolge der Anträge
- Schritt 1: Regionale Programme prüfen, etwa in der Förderdatenbank und bei den Stadtwerken.
- Schritt 2: Zuschuss und KfW-Kredit beantragen, bevor ein Auftrag unterschrieben ist.
- Schritt 3: Angebote vergleichen und den Installateur beauftragen.
- Schritt 4: Nach der Montage die Anlage beim Netzbetreiber anmelden und im Marktstammdatenregister eintragen.
- Schritt 5: Rechnungen und Inbetriebnahmeprotokoll für Bank und Förderstelle aufbewahren.
Fazit
Die wichtigste Förderung für Solaranlagen ist 2026 die gesparte Mehrwertsteuer. Dazu kommen 20 Jahre feste Einspeisevergütung, steuerfreie Erträge und bei Bedarf der KfW-Kredit 270. Wer vor dem Kauf nach regionalen Zuschüssen sucht und Anträge rechtzeitig stellt, holt das Maximum heraus.
FAQ – Häufige Fragen
Gibt es 2026 einen Zuschuss für Solaranlagen?
Vom Bund nicht. Einige Länder, Städte und Stadtwerke zahlen eigene Zuschüsse.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Für Dachanlagen bis 10 kW mit Inbetriebnahme ab August 2026 gibt es 7,70 Cent bei Teileinspeisung und 12,22 Cent bei Volleinspeisung.
Wie lange gibt es die Einspeisevergütung?
20 Jahre ab Inbetriebnahme, zum Satz des Startzeitpunkts.
Gilt der Nullsteuersatz auch für Speicher?
Ja, Batteriespeicher für Solarstrom sind laut Bundesfinanzministerium eingeschlossen.
Wie beantragt man den KfW-Kredit 270?
Über die Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner, immer vor Beginn des Vorhabens.
Wie hoch ist der Zinssatz beim KfW 270?
Er richtet sich nach dem Kapitalmarkt und ändert sich laufend. Den aktuellen Wert nennt die KfW auf ihrer Seite.
Muss man Einnahmen aus der Solaranlage versteuern?
Bei Anlagen bis 30 kW je Wohneinheit in der Regel nicht. Sie sind von der Einkommensteuer befreit.
Werden Balkonkraftwerke gefördert?
Teilweise, von einzelnen Städten und Ländern. Bundesweit profitieren sie vom Nullsteuersatz.
Muss eine Solaranlage angemeldet werden?
Ja, im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.
Lohnt sich Volleinspeisung mehr?
Die Vergütung ist höher. Eigenverbrauch spart aber oft mehr, weil Netzstrom deutlich teurer ist.
Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine steuerliche Beratung oder Energieberatung.
Quellen
- Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und Fördersätze
- KfW: Erneuerbare Energien – Standard (270)
- Bundesfinanzministerium: FAQ zur Förderung von Photovoltaikanlagen

Bella schreibt hier über Haus, Bauen und Wohnen. Sie mag Fragen, auf die man abends noch schnell eine Antwort braucht, und schreibt sie so auf, dass man sie beim ersten Lesen versteht. Quellen stehen unter jedem Beitrag.






