Loft insulation for sale, B&Q store, Pool, Cornwall - November 2022

Dämmung Trockenbauwand 100 mm: Dicke, Schallschutz und Werte

Kurzantwort: „100 mm“ meint bei Trockenbauwänden zwei verschiedene Dinge. Eine 100 mm dicke Wand hat ein CW-75-Profil und einseitig 12,5 mm Platten; dort passen 60 mm Mineralwolle hinein, und die Wand erreicht laut Knauf ein Schalldämm-Maß Rw,R von 45 dB. Ein CW-100-Profil ergibt einen 100 mm tiefen Hohlraum; mit 80 mm Dämmung und doppelter Beplankung kommt die Wand auf 150 mm Dicke und 56 dB. Für den Schallschutz braucht die Dämmung einen Strömungswiderstand von mindestens 5 kPa·s/m².

Die Suchanfrage „Dämmung Trockenbauwand 100 mm“ landet fast immer bei einer dieser beiden Fragen: Wie viel Dämmung gehört in eine 10 cm dicke Wand? Oder: Welche Dämmung passt in ein 100er Profil? Beides beantworten die Systemdaten der Hersteller, hier die Werte aus dem Knauf-Detailblatt W11.de für Metallständerwände.

Die Dämmung in einer Trockenbauwand hat vor allem eine Aufgabe: Schall schlucken. Wärme dämmt sie nur, wenn die Wand einen beheizten von einem unbeheizten Raum trennt. Deshalb zählen hier Dezibel, nicht U-Werte.

Fall 1: Die Wand ist 100 mm dick

Eine Metallständerwand mit CW-75-Profil und je einer 12,5-mm-Gipsplatte pro Seite ist genau 100 mm dick (Knauf-System W111 mit Knauf Bauplatte). Der Hohlraum misst 75 mm. Knauf gibt für diese Wand eine Mindest-Dämmdicke von 60 mm an. Mit dieser Dämmung erreicht sie ein bewertetes Schalldämm-Maß Rw von 47,6 dB, als Rechenwert Rw,R 45 dB.

Zum Vergleich innerhalb desselben Systems: Mit CW 50 (Wand 75 mm, 40 mm Dämmung) sind es 42 dB, mit CW 100 (Wand 125 mm, 80 mm Dämmung) 48 dB. Die Dämmung darf dicker sein als das Minimum, sie darf den Hohlraum aber nicht so füllen, dass sie die Platten nach außen drückt. Bei 75 mm Hohlraum sind 60 bis 75 mm sinnvoll.

Fall 2: Das Profil ist 100 mm tief

Mit einem CW-100-Profil entsteht ein 100 mm tiefer Hohlraum. Je nach Beplankung wird die Wand 125 mm (einlagig) oder 150 mm (zweilagig) dick. Knauf nennt für die zweilagig beplankte Wand W112 mit CW 100 eine Mindest-Dämmdicke von 80 mm. Ergebnis mit Knauf Bauplatte: Rw 58,4 dB, Rw,R 56 dB. Mit der Feuerschutzplatte Piano sind es 59,8 dB, mit Diamant-Platten bis 63 dB.

Eine 100 mm dicke Dämmung passt in dieses Profil hinein, bringt gegenüber 80 mm aber nur wenig zusätzlich. Die Sprünge kommen aus der Beplankung: Von einlagig (CW 100, 48 dB) auf zweilagig (56 dB) sind es 8 dB, ein Unterschied, den jeder im Nebenraum hört.

Tabelle: Knauf-Werte mit Bauplatte 12,5 mm

System Profil Wanddicke Mindest-Dämmdicke Rw,R
W111 einlagig CW 50 75 mm 40 mm 42 dB
W111 einlagig CW 75 100 mm 60 mm 45 dB
W111 einlagig CW 100 125 mm 80 mm 48 dB
W112 zweilagig CW 50 100 mm 40 mm 52 dB
W112 zweilagig CW 75 125 mm 60 mm 53 dB
W112 zweilagig CW 100 150 mm 80 mm 56 dB

Interessant für die 100-mm-Frage: Die zweilagige Wand mit CW 50 ist ebenfalls genau 100 mm dick, kommt mit nur 40 mm Dämmung aus und liegt mit 52 dB deutlich über der einlagigen CW-75-Wand mit 45 dB. Wer bei 10 cm Wanddicke Schallschutz will, nimmt also das schmalere Profil und die doppelte Beplankung.

Welche Dämmung in die Wand gehört

Knauf verlangt für die Schallwerte Mineralwolle mit einem längenbezogenen Strömungswiderstand von mindestens 5 kPa·s/m² nach DIN EN 29053. Das erfüllen Trennwandplatten und Klemmfilze aus Glas- oder Steinwolle, die dafür ausgewiesen sind. Weiche Dämmstoffe mit geringem Strömungswiderstand oder Hartschaum bringen im Hohlraum wenig, weil sie den Schall nicht absorbieren.

Für den Brandschutz ist bei den zweilagigen Wänden keine Dämmung nötig; die Platten allein liefern F30. Bei einzelnen Aufbauten mit höherer Feuerwiderstandsklasse schreibt das Detailblatt eine Mineralwolle mit Mindestdicke und Mindestrohdichte vor. Die Dämmschicht muss den Hohlraum vollflächig füllen, ohne Lücken an Profilen und Anschlüssen.

Wann die Wand auch Wärme dämmen muss

Trennt die Trockenbauwand einen beheizten Raum von einem unbeheizten, etwa vom Abstellraum oder einer Garage, greift zusätzlich Anlage 7 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG): Wände gegen unbeheizte Räume brauchen beim Neueinbau einen U-Wert von höchstens 0,30 W/(m²·K). Überschlägig liefert eine CW-100-Wand mit 100 mm Mineralwolle der Wärmeleitstufe 035 samt Beplankung und Übergangswiderständen etwa 0,31 W/(m²·K), also knapp darüber. Mit 120 mm Dämmung oder einem Dämmstoff der Stufe 032 liegst du sicher darunter. In diesem Fall zählt die Dämmdicke also doppelt: für Schall und für Wärme.

Worauf es beim Einbau ankommt

  • Dämmung erst nach der ersten Beplankungsseite einlegen, klemmend zwischen die Ständer, Achsabstand meist 625 mm.
  • Keine Lücken oben und unten: Auch der Bereich hinter dem UW-Profil und über Türstürzen wird gefüllt.
  • Anschlussfugen zu Decke, Boden und Wand mit Dichtungsband hinterlegen. Eine Schallbrücke an der Fuge kostet mehr als 20 mm zusätzliche Dämmung bringen.
  • Steckdosen nie Rücken an Rücken setzen. Jede Dose ist ein Loch in der Beplankung.
  • Leitungen im Hohlraum vor der Dämmung verlegen, die Dämmung dann um die Leitungen legen.

Häufige Fragen

Wie dick muss die Dämmung in einer 100 mm Trockenbauwand sein?

Bei CW 75 mit einlagiger Beplankung 60 mm, bei CW 50 mit zweilagiger Beplankung 40 mm. Beide Wände sind 100 mm dick.

Bringt 100 mm Dämmung in einem CW-100-Profil mehr als 80 mm?

Nur wenig. Knauf gibt die Werte mit 80 mm an. Die Beplankung entscheidet stärker über das Ergebnis.

Geht eine Trockenbauwand ohne Dämmung?

Statisch ja. Für die genannten Schallwerte ist die Dämmung aber Voraussetzung; ohne sie liegt die Wand deutlich darunter.

Welche Mineralwolle ist richtig?

Trennwandplatten oder Filze mit Strömungswiderstand von mindestens 5 kPa·s/m². Der Wert steht im Datenblatt.

Reicht die Dämmung auch für Wärme gegen einen kalten Raum?

Für den GModG-Wert von 0,30 W/(m²·K) brauchst du in einer CW-100-Wand rund 120 mm Mineralwolle der Stufe 035 oder 100 mm der Stufe 032.

Reichen 45 dB für eine Wohnungstrennwand?

Für Wände innerhalb einer Wohnung ist das ein guter Wert. Zwischen fremden Wohnungen brauchst du die zweilagige Wand mit deutlich über 50 dB und einen Nachweis nach DIN 4109.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Jonas, Redaktion hausbauoase.de — er schreibt hier über Bauen, Dämmen und die Zahlen dahinter.


Nach oben scrollen