Inhalt
Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Das Symbol für „nicht schleudern“ zeigt einen Waschzuber mit einem oder zwei Strichen darunter. Es steht auf dem Pflegeetikett und warnt davor, ein Kleidungsstück in der Waschmaschine zu schleudern. Wer das Zeichen ignoriert, riskiert ausgeleierte Fasern, verzogene Formen und beschädigte Nähte.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Strich unter dem Waschzuber steht für ein Pflegeleicht-Programm mit reduziertem Schleudern.
- Zwei Striche fordern eine besonders schonende Behandlung mit stark reduzierter Bewegung.
- Wolle, Seide, Viskose, Spitze und Funktionswäsche tragen das Zeichen besonders häufig.
- Statt zu schleudern, gehört die Wäsche in ein Handtuch gerollt oder tropfnass aufgehängt.
Was das Waschsymbol für „nicht schleudern“ bedeutet
Das Grundsymbol für Waschen ist ein stilisierter Zuber. Die Zahl darin zeigt die höchstzulässige Temperatur. Ein Balken darunter verändert die Bedeutung. Ein einzelner Balken steht für ein Schonprogramm mit reduzierter Trommelbewegung und niedriger Schleuderzahl. Zwei Balken untereinander verschärfen die Anweisung: Das Textil braucht ein besonders schonendes Programm, oft mit einer Schleuderdrehzahl von nur 400 bis 600 Umdrehungen pro Minute. Manche Etiketten verzichten ganz auf Zahlen und zeigen stattdessen nur das Symbol mit durchgestrichenem Kreis für „gar nicht schleudern“.
Kurzantwort: Ein Balken unter dem Waschzuber bedeutet Schonwaschgang mit reduziertem Schleudern, zwei Balken fordern maximale Schonung mit sehr niedriger Drehzahl.
Abgrenzung zu anderen Pflegesymbolen
Das Schleuder-Symbol wird häufig mit dem Zeichen für „nicht waschen“ verwechselt. Ein durchgekreuzter Zuber verbietet die komplette Wäsche in der Maschine. Das Schleuder-Symbol dagegen erlaubt den Waschgang, schränkt nur den Trocknungsschritt danach ein. Eine Hand im Zuber weist auf reine Handwäsche hin, meist bei maximal 40 Grad. Diese Symbole gehören zur internationalen Norm ISO 3758, die von der Organisation GINETEX verwaltet wird. Hersteller benötigen eine Lizenz, um die Zeichen auf ihren Etiketten zu verwenden.
Welche Textilien das Symbol besonders oft tragen
Empfindliche Materialien stehen im Mittelpunkt dieser Kennzeichnung. Dazu zählen Wolle, Seide, Viskose und feine Spitze. Auch Kleidungsstücke mit Applikationen, Pailletten oder speziellen Beschichtungen tragen das Zeichen oft. Funktionsjacken mit Membranen gehören ebenfalls dazu, weil starkes Schleudern die wasserabweisende Beschichtung angreifen kann. Bei Dessous und BHs mit Bügeln schützt der Verzicht auf Schleudern die Form der Körbchen und verhindert, dass sich Drähte verbiegen.
Warum starkes Schleudern schadet
Die hohe Umdrehungszahl presst Fasern zusammen und zieht Fäden aus dem Gewebe. Bei Wolle führt das zu Verfilzung und Schrumpfung. Seide verliert ihren Glanz und wird brüchig. Nähte können aufgehen, Futterstoffe verrutschen und Applikationen sich lösen. Bei technischer Kleidung leidet die Membran, wodurch die Funktion nachlässt und Regen später eindringt. Ein zu grober Umgang verkürzt die Lebensdauer eines Kleidungsstücks erheblich, selbst wenn die Waschtemperatur korrekt gewählt wurde.
Die richtige Alternative zum Schleudern
Nach dem Waschgang gehört das Textil vorsichtig aus der Trommel. Wringen ist tabu, weil das Verdrehen die Fasern genauso schädigt wie ein Schleudergang. Besser eignet sich die Handtuch-Methode: Das nasse Kleidungsstück flach auf ein trockenes Frotteehandtuch legen, aufrollen und leicht andrücken. Das Handtuch nimmt einen Großteil der Feuchtigkeit auf. Anschließend liegend auf einem Trockengestell oder hängend an einem gut belüfteten Ort trocknen lassen. Direkte Sonne und Heizkörper sollten gemieden werden, da Hitze Fasern zusätzlich stresst.
Kurzantwort: Statt zu schleudern wird die Wäsche in ein Handtuch gerollt, sanft angedrückt und anschließend liegend oder hängend an der Luft getrocknet.
Wenn die Waschmaschine kein Schonprogramm anbietet
Ältere Waschmaschinen bieten manchmal keine Möglichkeit, die Schleuderzahl frei einzustellen. In diesem Fall hilft ein Handwäscheprogramm oder ein Wollprogramm, das die Schleuderphase meist automatisch auf niedrige Werte begrenzt. Wo auch das fehlt, bleibt nur der manuelle Weg: Nach dem Spülgang die Maschine stoppen, bevor die Schleuderphase startet, und die Wäsche von Hand ausdrücken. Ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt sich, weil viele Modelle eine Taste zum Reduzieren oder Abschalten der Schleuderdrehzahl besitzen.
Weitere wichtige Pflegesymbole im Überblick
Neben dem Schleuder-Symbol lohnt sich ein Blick auf verwandte Zeichen. Das Bügeleisen mit einem Punkt erlaubt Temperaturen bis 120 Grad, mit zwei Punkten bis 160 Grad und mit drei Punkten bis 210 Grad. Ein durchgestrichenes Bügeleisen verbietet das Bügeln komplett. Ein Dreieck steht für Bleichmittel, wobei zwei Linien im Dreieck nur sauerstoffbasierte Bleiche erlauben. Wer diese Symbole einmal verinnerlicht hat, erkennt auf einen Blick, wie ein Kleidungsstück behandelt werden darf.
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| Zuber mit einem Balken | Schonprogramm, reduziertes Schleudern |
| Zuber mit zwei Balken | Besonders schonend, sehr niedrige Drehzahl |
| Durchgekreuzter Zuber | Waschen komplett verboten |
| Hand im Zuber | Nur Handwäsche, meist bis 40 Grad |
Fazit
Das Symbol für „nicht schleudern“ schützt empfindliche Kleidung vor dauerhaften Schäden. Wer die Balken unter dem Waschzuber richtig liest und die Wäsche danach in ein Handtuch rollt statt sie zu schleudern, verlängert die Lebensdauer von Wolle, Seide und Funktionskleidung spürbar. Ein kurzer Blick auf das Etikett vor dem Waschgang spart am Ende Geld und Ärger.
FAQ – Häufige Fragen
Was bedeutet ein Strich unter dem Waschsymbol?
Ein einzelner Strich unter dem Waschzuber steht für ein Schonprogramm mit reduzierter Trommelbewegung und niedrigerer Schleuderzahl als im Normalprogramm.
Was bedeuten zwei Striche unter dem Waschsymbol?
Zwei Striche fordern eine besonders schonende Behandlung, meist mit einer Schleuderdrehzahl von nur 400 bis 600 Umdrehungen pro Minute.
Darf ich Wolle trotz Schleuderverbot waschen?
Ja, das Waschen bleibt erlaubt, solange das Etikett kein durchgekreuztes Waschsymbol zeigt. Nur der Schleudergang danach muss entfallen oder stark reduziert werden.
Wie trockne ich Wäsche ohne Schleudern richtig?
Das feuchte Textil wird in ein trockenes Handtuch gerollt und sanft angedrückt, danach liegend oder hängend an einem gut belüfteten Ort getrocknet.
Was passiert, wenn ich Wolle trotzdem schleudere?
Die Fasern verfilzen, das Kleidungsstück kann einlaufen und die Form dauerhaft verlieren, weil starke Rotation den Fasern mechanischen Stress zufügt.
Gibt es einen Unterschied zwischen „nicht schleudern“ und „nicht waschen“?
Ja. Das Schleuder-Symbol erlaubt den Waschgang und betrifft nur die Trocknungsphase danach. Das Waschsymbol mit Kreuz verbietet die Maschinenwäsche vollständig.
Welche Schleuderzahl ist für empfindliche Wäsche sinnvoll?
Für empfindliche Textilien eignen sich meist 400 bis 600 Umdrehungen pro Minute, sofern die Maschine eine niedrigere Stufe anbietet.
Warum tragen Funktionsjacken oft das Schleuder-Symbol?
Starkes Schleudern kann die wasserabweisende Membran beschädigen, wodurch die Jacke ihre Schutzfunktion gegen Regen verliert.
Kann ich das Schleuder-Symbol bei fehlender Maschineneinstellung umgehen?
Ein Handwäsche- oder Wollprogramm begrenzt die Schleuderphase meist automatisch. Alternativ lässt sich die Maschine vor der Schleuderphase manuell stoppen.
Wo finde ich das Pflegeetikett mit den Waschsymbolen?
Das Etikett sitzt meist im seitlichen Nahtbereich, am Kragen oder am Bund des Kleidungsstücks und zeigt alle Pflegehinweise auf einen Blick.
- Mikrowellengeeignet-Symbol: Was die Kennzeichnung bedeutet
- Münzen reinigen: So werden alte Münzen wieder sauber
- Vinylboden reinigen: Die besten Methoden im Überblick
- Sonnencreme-Flecken entfernen: So klappt es zuverlässig
Quellen

Bella schreibt hier über Haus, Bauen und Wohnen. Sie mag Fragen, auf die man abends noch schnell eine Antwort braucht, und schreibt sie so auf, dass man sie beim ersten Lesen versteht. Quellen stehen unter jedem Beitrag.






